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Mittwoch, den 18. Mai 2011 um 20:48 Uhr

Thüler freuen sich über ihr »Haus der Zukunft«

Geschrieben von Michael Käuper
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Thüle (WB). Die Thüler haben allen Grund, stolz zu sein: In Rekordzeit haben sie mit viel Eigenleistung und erheblichen Eigenmitteln ein »Haus der Zukunft« in der Dorfmitte geschaffen, das am 15. Mai offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde.

420.000 Euro hat der Anbau an die bestehende Grundschule gekostet, der nun auf einer Fläche von rund 130 Quadratmetern dem Spielmannszug (Probenraum), der Betreuten Grundschule (zwei Räume plus Küche) und nicht zuletzt der Grundschule (Mehrzweckraum, Lehrerzimmer) dringend benötigten Platz bietet. Das Geld stammt aus dem EU-Programm »Leader plus« (120.000 Euro) und von der Stadt Salzkotten (100.000 Euro). 50.000 Euro haben die Thüler gespendet, weitere 30.000 Euro hat der Spielmannszug beigesteuert. Dazu kommen Gelder aus Haussammlungen und von Sponsoren. Den Rest haben die Thüler durch enorme Eigenleistungen aufgebracht. So leisteten die ehrenamtlichen Helfer 4564 Arbeitsstunden auf der großen Baustelle, von denen allein etwa 2300 Stunden von den unermüdlich arbeitenden Klaus Winkler, Franz-Josef Wecker und Josef Menne absolviert wurden, wie Bürgermeister Michael Berens nach der kirchlichen Segnung der neuen Räume durch Pfarrer Martin Beisler herausstellte.

»Uns braucht um die Zukunft nicht bange zu sein«, betonte auch Ortsvorsteherin Marietheres Strunz. Der Ort habe Zukunft, abstrakt gesehen und nun auch ganz konkret zum Anfassen und Benutzen. Dank des Engagements zahlreicher »Überzeugungstäter« könne das Haus in der Ortsmitte nun mit Kinderlärm und Musik gefüllt werden. »Unsere Dorfgemeinschaft kann Herausforderungen meistern«, betonte sie, hier sei nun ein gutes Fundament für die Zukunft sichtbar.

»Heute geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung«, sprach Schulleiterin Renate Leutnant sowohl die Grundschule als auch das Betreuungsangebot für inzwischen rund 30 Kinder an. Der neue Probenraum des Spielmannszuges sei einfach »toll« geworden, sagte sein Vorsitzender Meinolf Votsmeier. Die viele Arbeit habe sich gelohnt: »Wir fühlen uns sehr wohl.«

Über das große ehrenamtliche Engagement im Dorf freute sich Monika Votsmeier, Vorsitzende des Heimatvereins, der das ehrgeizige Projekt initiiiert und vorangetrieben hat.

Gratuliert haben auch die Schützen. Eine Delegation um Oberst Heinz Sonntag übergab am Festtag zudem ein kleines Schützenhaus. Darin finden jetzt die Gerätschaften Platz, die die Kinder zur Pausengestaltung nutzen. Bisher mussten sie immer erst aus dem Keller geholt werden. Freuen darf sich auch die Betreute Grundschule: Für ihre Arbeit erhielt sie gestern von den Schießsportlern noch einen Scheck über 420 Euro. Dabei handelt es sich um den Erlös aus den Schießmeisterschaften im Dorf.

 

Text u. Foto: Westfälisches Volksblatt, Heinz-Peter Manuel

Zuletzt geändert am: Mittwoch, den 26. Oktober 2011 um 16:39 Uhr

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